PSYCHOMOTORIK
Jörn Rausch/Lothar Rausch
Einleitung
Die Verknüpfung von Wahrnehmen, Erleben, Bewegen, von Motorik und Psyche so wie kognitiver Schulung ist das übergreifende Thema in psychomotorischen Kontexten, wobei das Ineinander von Aktionen und Wirkungen, sowie eine ganzheitliche Sichtweise auch in Allgemeinbildung und Prävention im Vordergrund steht.
Psychomotorik in der Förderung von Kindern
Psychomotorische Förderangebote erhalten Kinder, die sich nicht so richtig auf ihre Muskelspannung verlassen können, die nur schwer in der Lage sind, sich nach vorgegebenen Rhythmen zu bewegen, die Probleme haben, einen Ball zu fangen und zu werfen, die das Gleichgewicht schwer halten können. Aber auch Kinder, die ungern malen und zeichnen, die mit dem Schreiben, Lesen, Rechnen „auf Kriegsfuß“ stehen, die sich im Raum schwer orientieren können und sich rückwärts nur verkrampft bewegen. Entsprechende Förderangebote erhalten aber auch solche, die ihre Sinnesempfindungen nicht richtig einschätzen und nutzen können, die Angst verspüren, wenn sie bestimmte Bewegungen bzw. Übungen durchführen, die Kontakte mit anderen Kindern vermeiden und Regeln nicht akzeptieren können, die ständig „unter Dampf“ stehen usw.
Psychomotorik möchte Kinder anregen, sich handelnd ihre Umwelt zu erschließen und sich selbst zu erkennen. Sie müssen in Abhängigkeit von ihren Bedürfnissen auf ihre Umwelt einwirken. Psychomotorik ist auf die Ganzheit der menschlichen Persönlichkeit gerichtet. Sie betrachtet Bewegungshandeln als Entwicklungschance von Kindern und Jugendlichen.
Psychomotorik ist etwas, das besonders das Wie der Förderung und gleichzeitig die Einstellung zum Kind bestimmt. Es handelt sich um eine spezielle Herangehensweise, welche die Identität körperlich-motorischer und psychischer Prozesse zur Grundlage hat.
Psychomotorik geht dabei von einem entwicklungszentrierten Kind- und Menschenbild aus. Dieses Bild betont qualitative Veränderungen (Niveaustufen, Phasen, Stadien) des Entwicklungsverlaufs und setzt Eigenaktivität in Gang. Kinder sind das Produkt der Wechselwirkungen von biotischen, sozialen und intrapsychischen Komponenten. Dieses Menschenbild bringt angesichts der Gefährdung kindlicher Existenz und Entwicklungspotentiale durch den technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt das Recht unserer Kinder und Jugendlichen auf Selbstbestimmung und –verwirklichung zur Geltung.
Prinzipien psychomotorischer Förderung sind:
- Wahrnehmen und Bewegen
Wahrnehmen und Bewegen bestimmen die psychomotorische Entwicklung des Menschen. Diese Entwicklung vollzieht sich auf der einen Seite von selbst. Auf der anderen Seite muss das Kind Bewegungsanlässe erhalten, die für eine gesunde Entwicklung notwendig sind. In bestimmten, ganz intensiven Phasen haben Erzieher, Pädagogen, Sonderpädagogen, Therapeuten die Gesetzmäßigkeiten kindlicher Entwicklung zu nutzen, indem sie klar strukturierte, kindgemäße Vermittlungs- und Aneignungstätigkeiten planen, durchführen und reflektieren.
- Von den Stärken und Ressourcen ausgehen
Psychomotorik würdigt die positiven Eigenschaften und menschlichen Fähigkeiten. Jeder Mensch hat eine Vielzahl von Talenten, Fähigkeiten, Sehnsüchte usw. Diese Ressourcen, Kompetenzen müssen genutzt werden und führen dann fast zwangsläufig zu erhöhtem Wohlbefinden. Menschen wachsen nicht durch Konzentration auf ihre Probleme. Im Gegenteil, dadurch wird das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, sich auf reflektierende Weise zu entwickeln, geschwächt.
Ressourcenorientierung entwickelt weiterhin den Glauben an die Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens. Kinder erwerben die Kompetenz, verschiedene Stressoren als Herausforderung für persönliches Wachstum wahrzunehmen. Als wichtige Schutzfaktoren gelten ein gesunder Lebensoptimismus und Realismus, ein positives Selbstwertgefühl und Selbst-Konzept. Aber auch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, kritische Situationen kontrollieren und bewältigen zu können sowie die Fähigkeit zu flexibler Anpassung an Lebensumbrüche gehören dazu. Kinder müssen auch und besonders solche Lebensumbrüche meistern – das sind beispielsweise Scheidung der Eltern, Umzug an einen anderen Wohnort, Arbeitslosigkeit der Eltern. Kinder müssen Bewältigungsstrategien entwickeln und müssen dabei gesund bleiben.
Psychomotorik geht nicht von den Defiziten, Entwicklungsstörungen, Mängeln, Schwächen, Problemen oder gar Krankheitsbildern aus, sondern fragt danach, was das Kind oder der Jugendliche kann. Erfolgserlebnisse und Einfühlungsvermögen begründen in erster Linie diesen Förderansatz. Ausdruck dieses Denkens und Handelns ist beispielsweise der Begriff des „Verhaltensoriginellen Kindes“ im Gegensatz zum „Verhaltensgestörten Kind“.
- Fördern und Diagnostizieren verbinden
Beide Aufgaben - fördern und gleichzeitig diagnostizieren - innerhalb psychomotorischer Förderung sollen vom Kind nicht unterschieden werden können. Deshalb kündigen Sie die Übungen nicht als Testübungen an, sondern Sie „maskieren“ das Testanliegen. Unsere Geräte vereinigen praktisch Förderung und Diagnostik. Diese Förderabsichten werden beim Üben, Probieren, Leisten, Bewegen praktisch verwirklicht.
Springen, rückwärts gehen, Bälle fangen, greifen, Kraft dosieren, das Gleichgewicht zu halten, gezielte Handlungen auszuführen, die Körpermittellinie zu überkreuzen sind z.B. mittlerweile Probleme, mit denen ich als Ergotherapeut nur allein im motorisch-funktionellen Bereich bei Kindern und Patienten konfrontiert werde. Ganz offensichtlich haben Kinder mit entsprechenden Übungen in steigendem Maße ihre Schwierigkeiten.
Die komplexe Beobachtung des Verhaltens des Kindes verbindet sich mit Bewegungsaktivitäten: Bewegungen und Spiel sind der konkrete Diagnostikkontext. Diese Beobachtung erfolgt theoriegeleitet und hat den Vorrang vor der Anwendung von Tests. Dabei sind biopsychosoziale Gegebenheiten und Einmaligkeiten des betreffenden Kindes über mehr subjektive Eindrucksanalysen zu erfassen und permanent durch die Förderung zu berücksichtigen. Die Bewegungen sind stark im Zusammenhang von Alltags- und Spielhandlungen zu arrangieren, da die pädagogische Wirkung auf das Spiel „verpackt“ und attraktiv entfaltet werden muss. Eine funktionell strenge Bewegungsförderung darf nicht angestrebt werden.
Kinder haben Freude, ja Spaß am Spielen. Das Spiel, Spielen hat viele Potenzen, um Lernprozesse auszulösen und aufrecht zu erhalten. In der Gegenwart hat sich das Spielen sehr in den virtuellen Bereich verlagert. Kinder entwickeln hier Kompetenzen, an die vor Jahren nicht zu denken war. Im Grunde bereiteten sie sich auf ein lebenslanges Lernen mit Hilfe des PC vor und praktizieren ein solches Lernen schon. Gleichzeitig muss man aber auch beobachten, dass Spiele mit direkten sozialen Kontakten und der Entwicklung entsprechender Kompetenzen (z.B. Regeln absprechen, mit Sanktionen arbeiten, Konflikte erkennen und lösen) „auf dem Rückmarsch“ sind. Unserer Erfahrung nach wäre es gut, wenn sowohl die virtuelle Seite des Spiels als auch die praktisch-gestalterische Seite ausgewogen berücksichtigt werden könnten. Vor hundert Jahren kannten Kinder noch ca. 120 Spiele vor der Haustür und heute sind es gerade mal 5… .
Die Kinder lernen bei Spielen vor der Haustür, wie Regeln aufgestellt und angepasst werden können, wie Regeln genutzt werden können und welche Konsequenzen das haben kann, wie man sich organisiert und Absprachen trifft. Es verbessern sich dabei besonders soziale, kognitive sowie motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Gerade diese werden ja aktuell, aber auch später in der Schule, im Leben gebraucht. Ihr Entwicklungsstand kann während der kindlichen Tätigkeit beobachtet und auch festgehalten werden.
- Eigenaktivität und Freiwilligkeit anbahnen
Das Kind wird in psychomotorischen Fördersituationen als „Akteur seiner eigenen Entwicklung“ angesehen. Entwicklung ist prinzipiell Selbst - Entwicklung, die „von außen“ aber angeregt und unterstützt werden kann und muss. Eltern, Verwandte, Erzieher, Freunde sind hier gefordert.
Kindliche Entwicklung vollzieht sich in komplexen Individuum - Umwelt Interaktionen, bei denen Wahrnehmung und Bewegung, Handlung und Widerfahrnis eine Schlüsselrolle zukommen.
Die Fördersituationen sind vielfältig und bunt. Sie dienen als Spiel- und Erfahrungsräume, die eigenständig durch die Teilnehmer genutzt, ausgedeutet und in ihrem Sinne erweitert werden können. Die Rolle des Förderers ist dann eher begleitend, anregend, stützend und folgend. Die Teilnahme an psychomotorischen Situationen ist möglichst freiwillig und unterliegt der bewussten Kontrolle des Kindes oder Jugendlichen.
- Wohlbefinden auslösen
Wohlbefinden stellt sich bei der Erfüllung der individuellen Bedürfnisse ein. Kinder haben das Bedürfnis nach Bewegung, nach Zuwendung, Anerkennung und Empathie, nach materiellen Dingen, nach Aktivität aber auch nach Ruhe und Entspannung. Physisches Wohlbefinden und psychisches Wohlbefinden bedingen sich.
Physisches Wohlbefinden betrifft den allgemeinen Gesundheitszustand, Körperpflege und Ernährung, den Schutz vor Verletzungen, die Balance zwischen Nahrungsaufnahme und Bewegung. Dieses Wohlbefinden gilt als Bedingung für Aktivitäten in anderen Lebens- und Lernbereichen, so dass der Bewegte Kindergarten und andere Anätze zur Bewegungsförderung ganz fest mit dem Erleben von Wohlbefinden verknüpft erscheinen.
Soziales Wohlbefinden ergibt sich durch Kommunikation, Interaktion und Dialog, wenn die Kinder Wertschätzung erfahren. In der Interaktion mit anderen erfährt das Kind sich selbst und bildet seine Persönlichkeit aus. Individuelle Ausdrucksformen von Menschen sind Mitteilungen in aktuellen Situationen, besonders Bewegungssituationen.
Materielles Wohlbefinden richtet sich ebenfalls nach der subjektiven Bedeutsamkeit von Mitteln, Dingen, Räumen usw. Die Ausstattung von Bewegungsräumen, von Außenanlagen und die Umgebung der Einrichtung. Auch die zur Verfügung stehenden Bewegungsmittel – vom Handwagen bis zu Rollbrettern - sind wichtige Mittel, um am Bewegungsleben teilhaben zu können. Ihre Nutzung bietet auch sinnliche Erfahrungen, die von Vibration bis zu visuellen und akustischen Wahrnehmungen reichen.
Aktivitätsbezogenes Wohlbefinden umfasst Entwicklung und Aktivität in Fördersituationen. Stichworte sind Eigenaktivität, Selbstbestimmung, Wahlmöglichkeiten und Mitwirkung. Zu beachten sind Bewegungsaktivitäten der Kinder, ihre Vorlieben, Gewohnheiten und Interessen und Möglichkeiten der Teilhabe an subjektiv bedeutsamen Situationen. Auch hier ist die Begleitung für Sinn stiftendes und subjektiv befriedigendes Üben, Leisten oder gar Trainieren notwendig.
- Mehrmodal Fördern
Dieses Prinzip besagt, dass die individuellen Ressourcen manchmal nur mit Hilfe von Fachleuten aus anderen Fachgebieten entdeckt werden können. So erkennt beispielsweise die Musiktherapeutin eine rhythmische Begabung des entwicklungsverzögerten Kindes und fördert mit psychomotorischen Angeboten diese Ressource. Oder der Ergotherapeut sieht die Begabung für handwerkliche Techniken und gemeinsam werden psychomotorische Geräte und Materialien erarbeitet, die in verschiedenen Fördersituationen eingesetzt werden.
Abgestimmtes Vorgehen, Arbeit im Team mit mehreren Therapeuten, die ihre „Fördersichten“ einbringen erweist sich erfahrungsgemäß als sehr produktiv.
- Psychomotorische Förderabsichten
Die Zielgruppe psychomotorischer Förderung sind auffällige Kinder, Problemkinder mit motorischen, sozialen und emotionalen Defiziten mit Bezügen zu „Teilleistungsschwächen“ oder „psychoreaktiven Fehlentwicklungen“. Ihre Ressourcen werden im Alltag durch die auffälligen Defizite verdeckt. Wir müssen nach diesen Ressourcen wie nach einem Schatz manchmal suchen und jedes Kind trägt diesen Schatz in sich. Seine Entdeckung ist immer eine Sensation für alle.
Psychomotorische Förderabsichten sind die Eckpunkte dieser Schatzsuche und geben die Richtung an. Dabei erfolgt eine Konzentration auf Kompetenzbereiche und Qualifikationen, die in der Psychomotorik mit
- Ich-Kompetenz
- Sachkompetenz
- Sozialkompetenz
beschrieben werden. Diese Kompetenzen erwirbt man nur durch eigene Erfahrungen, wobei die
- Materialerfahrung
- Körpererfahrung
- Sozialerfahrung
unterschieden werden können. Diese Struktur hilft dem Pädagogen bei der Arbeit und gibt ihr eine bestimmte Richtung, setzt Akzente in der Arbeit mit den Kindern. Im Grunde handelt es sich um Lernprozesse und ihre Kontexte.
Die psychomotorischen Förderabsichten im Sinne von Qualifikationen sind:
· motorisch-funktionale Qualifikationen (Körperbeherrschung, Auge-Hand-Koordination usw.)
· perzeptiv-kognitive Qualifikationen (Orientierung, Handlungsplanung, Handlungskontrolle, konstruktive Kreativität usw.)
· affektiv-soziale Qualifikationen (intuitive Kreativität, Bewegungs- und Gestaltungsfreude, Entscheidungsfreude, Risikobereitschaft, Konflikttoleranz, Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft usw.)
Diese Förderabsichten werden beim Üben, Probieren, Leisten, Bewegen praktisch verwirklicht. Auf der einen Seite gehen Kinder mit diesen Geräten um und verwirklichen eigene Übungsideen. Andererseits muss auch die ausgebildete Fachkraft Übungen vorgeben, die einen bestimmten Wert für die kindliche Entwicklung oder die Therapie haben. Wir legen auf beide Aspekte großen Wert und beide Aspekte begründen erst die pädagogische und therapeutische Wirksamkeit unserer Sensi-Controling-Geräte.
- Förderstrategien
In der Psychomotorik können offene, d.h. „nicht angeleitete“ oder geschlossene, d.h. „angeleitete“ Situationen genutzt werden. Auf der einen Seite gehen Kinder z.B. mit Geräten um und verwirklichen eigene Übungsideen.
In der Psychomotorik werden zwei Förderstrategien unterschieden, in die mehrere Gesichtspunkte einfließen. Diese Förderstrategien bilden eine Zusammenführung mehrerer Ansätze, indem einmal vom Pädagogen und einmal vom Kind ausgegangen wird. Die Strategie der „Selbstbestimmung“ überwiegt in psychomotorischen Fördersituationen.
Strategie der Fremdbestimmung Strategie der Selbstbestimmung
(vom Pädagogen aus) (vom Kind aus)
PLANUNG
projektierende/modellierende Ebene
Der Pädagoge plant die Übungs- Der Pädagoge orientiert sich am
einheit. Er bestimmt durch direkte Bewegungsprogramm, seiner In-
Übernahme der Bewegungsformen tention: er kennt und berücksich-
welche Inhalte, in welchem Zeit- tigt die Wünsche, Interessen und
raum und in welchem Umfang ver- Neigungen seiner Kinder bei der
mittelt werden sollen. Planung/Vorbereitung.
DURCHFÜHRUNG
praktisch realisierende Ebene
Der Pädagoge demonstriert die Die Kinder haben die
Übungen. Er übt mit den Klienten, Möglichkeit, aus angebotenem
um die gestellten normativen Übungsgut auszuwählen. Sie ent-
Ziele mittels „durchgreifenden scheiden über den Weg, die
Lehrens“ zu erreichen. Belastung usw.. Der Päda-
goge regt an, berät, hilft und
verbietet gegebenenfalls.
REFLEXION
theoretisch analysierende Ebene
Der Pädagoge bewertet die Selbstbewertung, Selbstbeo-
motorischen Handlungen und bachtung und die Freude, sich
die Anstrengungen nach selbst gestellte Aufgaben bewäl-
bestimmten Außenkriterien. tigt zu haben, gewinnen an
Auf dieser Grundlage plant er. persönlicher Bedeutung
- Zur Firma Sensi-Controlling
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, psychomotorische Geräte zu entwickeln, die den Prinzipien, Zielstellungen und Strategien der Psychomotorik entsprechen. Gemeinsam mit Thomas Oehmigen (Entwicklung, Marketing, Vertrieb) und meinem Vater, PD Dr. habil. Lothar Rausch, in beratender Funktion(Fachbereichsleiter Gesundheit an der Europa Fachhochschule Fresenius, Standort Zwickau) arbeite ich seit mehreren Jahren an der Entwicklung von psychomotorischen Geräten und Materialien.
Unsere Produkte sind aus Holz gefertigt, sehr langlebig und stabil. Zu unseren Hauptfertigungspartnern gehören eine Tischlerei und eine Behindertenwerkstadt aus Sachsen.
Weiterhin sind wir immer darauf bedacht, dass unsere Produkte den Anforderungen entsprechen, die an pyschmotorische Geräte gestellt werden. Das betrifft sowohl die methodische Seite als auch die Sicherheitsbestimmungen.
-Gerne bieten wir Workshops oder Kurzseminare zu unseren Geräten an.
Aus diesen praktischen und theoretischen Erkenntnissen heraus entwickeln wir in der Firma Sensi- Controlling psychomotorische Lern-, Spiel- und Fördergeräte.
Wir wählen den Rohstoff Holz Multiplex Birke. Dadurch ist ein hohes Maß an Robustheit gegeben. Weiterhin ist es uns wichtig, dass unsere Geräte einen starken Aufforderungscharakter für den Anwender aufweisen.
Unsere Geräte basieren auf psychomotorischen Erkenntnissen zur Sensorischen Integration und zur Entwicklung von Lernkompetenzen. So kann beispielsweise das eine oder andere Kind Sinnesreize, die auf es einstürmen, nicht richtig verarbeiten und deuten. Die Verarbeitung der Reize im Gehirn, die über Haut, Muskeln, Gleichgewichtssystem, Nase, Zunge, Auge, Ohren und Hände aufgenommen werden, bilden die Grundlage für den Erwerb von Bewegungs- und Handlungskompetenzen, Sprache, Denken und damit verbundenes Wohlbefinden, Kontaktfähigkeit, angemessenes Verhalten und Reaktion. Diagnostizierte vielfältige Störungsbilder weisen darauf hin, dass Kinder hinsichtlich der Anpassung an Umweltbedingungen retardierte Wahrnehmung und Bewegung haben. Daraus kann sich ein Komplex von Auffälligkeiten entwickeln.
Mit Hilfe unserer Geräte werden Aneignungsprozesse unterstützt, die auf verschiedenen Ebenen des sensorischen Systems liegen. Räumliche Vorstellung und Bewegung, so wie das Zusammenwirken mit anderen Kindern begründen allgemein die Wirkungsweise unserer psychomotorischen Geräte.
Die Fördermöglichkeiten mit Hilfe der psychomotorischen Geräte und Materialien sind demzufolge sehr vielfältig. Motorik, Sensorik, Kognition/Denken, Kommunikation/Sprache, Lern- und Arbeitsverhalten, Sozialverhalten, Motivation und Emotionalität können mit Hilfe psychomotorischer Maßnahmen gefördert werden.
In der praktischen Anwendung fallen die hohen Variationsmöglichkeiten unserer Geräte auf. So entsteht für den Benutzer keine Übersättigung. Wir können anforderungsgerecht die Übungsbedingungen und die Übungsausführungen ändern. Und gewollt ist, dass Kinder neue Spiele mit unseren Geräten entdecken. Überhaupt - die meisten der von uns empfohlenen Spielvarianten kommen von Kindern, die von Erwachsenen beim Spiel beobachtet wurden. Diese Geräteeigenschaften führten zu einer großen Nachfrage nach unseren Geräte. Darauf sind wir natürlich sehr stolz.
von Jörn Rausch staatlich anerkannter Ergotherapeut/ Motopäde
Sensi-Controlllng
und
PD Dr. habil. Lothar Rausch, Fachbereichsleiter Gesundheit an der Europa Fachhochschule Fresenius, Standort Zwickau